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Wirtschaft

Rüstung USA planen Billig-Propeller-Kampfflieger als F-22-Alternative

| Lesedauer: 3 Minuten
Wirtschaftsredakteur
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USA planen leichteren und billigeren Kampfflieger

Der Kampfjet F-22 Raptor gehört zu den besten und teuersten der US-Luftwaffe. Etwa 190 Millionen Dollar kostet das Exemplar samt Bewaffnung. Nun wird nach einer günstigeren Alternative gesucht.

Quelle: WELT/ Laura Fritsch

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Warum nur groß und schneller als der Schall? Die US-Luftwaffe will jetzt einen kleinen leichten Kampfflieger bestellen, weil die Kampfjets für viele Einsätze zu teuer sind. Kritiker sehen jedoch einen großen Nachteil.

Amerikas bester Kampfjet F-22 Raptor ist eine Geld-Vernichtungsmaschine. Etwa 70.000 Dollar kostet jede Flugstunde, 190 Millionen Dollar jedes Exemplar samt Bewaffnung. Dabei wird der Kampfjet seit 2011 nicht mehr gebaut.

Der Rüstungskonzern Lockheed Martin verkauft inzwischen das etwas kleinere Modell F-35. Es ist von den Gesamtkosten Amerikas teuerstes Rüstungsprojekt. In der US-Luftwaffe wird inzwischen immer lauter die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, nur teure Super-Hightech-Flugzeuge zu kaufen. Statt dessen wird jetzt eine Billigvariante gesucht.

Soeben wurde der erste konkrete Schritt für ein leichtes, einfaches und vor allem kostengünstiges Kampfflugzeug unternommen. Vorne ein großer Propeller, statt hinten ein oder zwei Jet-Triebwerke für Überschallflüge. Unter dem Begriff „Light Attack Aircraft“ werden nunmehr konkret von den Rüstungskonzernen Sierra Nevada/Embraer (USA/Brasilien) sowie Textron (USA) erste Vorschläge für einen leichten Kampfflieger eingeholt. Im Dezember soll die richtige Ausschreibung folgen, teilt die US-Luftwaffe mit.

Hinter dem Projekt steckt die Überlegung, schneller und billiger die Flotte der Luftwaffe auszubauen. Für manche Missionen genüge auch ein Einfachmodell, heißt es. „Wir müssen die Fähigkeit entwickeln, gewalttätigen Extremismus zu geringeren Kosten zu bekämpfen“, sagt die für die Luftwaffe verantwortliche US-Politikerin Heather Wilson.

Existierende Modelle statt Neuentwicklung

Dabei sollen auch neue Wege in der Beschaffung eingeschlagen werden. Statt einer mehrere Milliarden Dollar teuren kompletten Neuentwicklung von Hightech-Kampfjets wurden im Frühjahr zwei schon existierende Modelle getestet.

Zum einen das vom brasilianischen Flugzeughersteller Embraer entwickelte Modell A-29 Super Tucano, das seit Jahren von rund einem Dutzend Luftwaffen eingesetzt wird, unter anderem in Brasilien und Afghanistan. Der US-Rüstungskonzern Sierra Nevada ist auch in die Produktion eingebunden.

Als zweite Möglichkeit gab es Tests mit dem Modell AT-6 Wolverine des US-Konzerns Textron. Allerdings kam es bei Bewerbungs-Flugtests zu einem Absturz des A-29 Super Tucano-Modells, bei dem der Pilot tödlich verunglückte. Daraufhin wurden die Versuche abgebrochen.

Kritiker geben zu bedenken, dass ein langsameres, weniger bewaffnetes und geringer geschütztes Flugzeug auch ein größeres Risiko für den Piloten bedeutet. Befürworter argumentieren hingegen, dass es völlig überdimensioniert und zu teuer ist, wenn ein F-22 Modell für die Bombardierung eines Drogenlabors der Taliban in Afghanistan eingesetzt wird, wie dies im November 2017 der Fall war. Die teuren, modernen, gut ausgerüsteten Kampfjets sollten dort platziert werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Flugstunde mit einer Super Tucano kostet nur 1000 Dollar

Angeblich liegen die Flugkosten einer Stunde des Modells Super Tucano lediglich bei 1000 Dollar. Eine F-16 koste das Zwanzigfache und eine F-22 etwa 60 bis 70 Mal so viel. Der Stückpreis für den Billigflieger beträgt rund zehn Millionen Dollar. Das knapp zwölf Meter lange Flugzeug kann aber immerhin 1,5 Tonnen an Waffen tragen, etwa Bomben, Lenkraketen zum Abschuss anderer Flugzeuge oder zur Bekämpfung von Zielen am Boden.

Der angesehene Luftfahrtanalyst Richard Aboulafia von der Teal Group gibt jedoch zu bedenken, dass im Vietnam-Krieg der US-Jagdbomber Douglas A-1 mit Propeller-Antrieb relativ leicht abgeschossen werden konnte. Angeblich verloren die Amerikaner 266 Maschinen.

Aboulafia weist darauf hin, dass die jetzt im Fokus stehenden Modelle für ein „Light Attack Aircraft“ mit knapp 600 km/h langsamer und niedriger fliegen als die modernen Kampfjets und auch eine geringere Geschwindigkeit haben als das US-Erdkampfflugzeug A-10 mit seinen zwei Jet-Triebwerken. Daher seien die Propeller-Modelle in den meisten Lufträumen praktisch nicht überlebensfähig, lautet seine Kritik.

Noch steht nicht endgültig fest, ob und wie viele Exemplare die US-Luftwaffe von den Propeller-Modellen bestellt. Von Hunderten Exemplaren für einen weltweiten Einsatz ist die Rede.

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KOMMENTARE (211)


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vor 2 Monaten
Was haben die denn mit ihren verdienten P51 gemacht. Die waren doch auch recht wendig und schlagkräftig.

vor 2 Monaten
Die sollten lieber noch mehr A10 kaufen! Das Flugzeug ist der Hammer und ebenfalls eigentlich recht simpel. Neben der B52 gibt es kein effektiveres Kampfflugzeug momentan.

vor 2 Monaten
Haben wir nicht noch ein paar ausgemusterte Me 109, die wir den Amis verkaufen können ?

vor 2 Monaten
Abgesehen von Details und sicher noch wichtigen Fragen, ich finde die Entwicklung "Back to basics" jedenfalls sehr interessant.

vor 2 Monaten
Ginge es nur um die Kosten, könnte man das als "T-34-Vorgehen" bezeichnen, analog zur billigen Massenherstellung des T-34 Panzers der Russen im 2. Weltkrieg. Wenn ich 60 Propellerflugzeuge mit Bomben und Raketen losschicke, die genauso teuer sind wie ein einziges Hightech-Kampfflugzeug, dann dürfte die gegnerische Luftabwehr richtig Probleme bekommen, 60 AA-Raketen statt nur zwei oder fünf bereit zu halten. Nur Piloten sind ziemlich teuer, daher wird das nicht die Strategie sein, oder?

vor 2 Monaten
Nachtrag: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Software besser als jeder menschliche Pilot ist und alle fliegerischen Tricks kennt und jedes Szenario schneller als ein Hirn durchdenken und entscheiden kann. Also: Masse billig herstellen und wie ein Termiten-(Heuschreckenschwarm) über den Gegner herfallen. Strategien aus der Tierwelt - es war schon immer gut, dort abzukupfern, wodurch Viehzeugs Millionen Jahre Evolution überlebt hat.

HK
vor 2 Monaten
Was ist denn mit der am Ende erwähnten A-10? Wird die nun ausgemustert? Und warum überhaupt Billigflieger und keine Drohnen?

KF
vor 2 Monaten
Ist eine gute Idee, eventuell unbemannt als Drohne konzipieren, so dass man mit einem ganzen Schwarm den Feind angreifen kann. Ideal für Feinde mit nicht vorhandener eigener Luftwaffe, wie es die allermeißten Einsätze der USA sind. Für den Kampf gegen Russland oder China kann die USA ja auch richtige Jets bereithalten.

DS
vor 2 Monaten
Wie naiv. Wenn es zu einem Krieg mit Russland oder China käme, würde bestimmt nicht entscheidend sein, welche Kampfflugzeuge zum Einsatz kämen. Da stellt sich nur noch die Frage, wer als erstes auf den roten Knopf drückt.

GM
vor 2 Monaten
Angesichts der Erfolgsgeschichte der A-10 schlichtweg unverständlich, warum man die nicht mehr oder weniger 1:1 "kopiert" hat - nur eben mit den Technologien und Werkstoffen von heute an den Stellen, wo es Sinn macht. Konnte man beim "Huey"-Helikopter doch auch - die 1Y war zuerst nur ein umfassendes Nachrüstprogramm, dann wurde auf die Produktion komplett neuer Maschinen umgestellt, weil es ein Volltreffer war.

vor 2 Monaten
Wie wäre es wenn man einfach ein paar der neuen Saab Gripen NG kauft. Billig, einfach, sehr zuverlässig und im Gegensatz zu Propellerflugzeugen auch in einem richtigen Konflikt zu gebrauchen!